Geschichte
Im Jahre 2018 entschieden sich einige der letzten Imker in der Gemeinde Oberried am Brienzersee, aus Altersgründen mit der Imkerei aufzuhören.
Dies bedeutete ein grosser Verlust, für die hier so reichhaltige Biodiversitäten und Naturflora an der angrenzend gelegenen Welt UNESCO Biosphere Entlebuch. Daher wurde entschieden, dass wir hier in unserer Gemeinde weiterfahren mit dem Imkern.
Ein guter Standort als wurde schnell gefunden, da schon meine Vorfahren und Verwandten über optimale Standorte verfügten. Kurz entschlossen bauten wir im Sommer 2018 meinen Bienenstandort auf. Laufend wird die Imkerei erweitert und wir besitzen auch einen sehr schön gelegener Wanderstandort auf 1500 m.ü.M. auf der Axalp.
Beuten
Die Behausung der Bienen wird fachsprachlich „Beute“ genannt. In der Schweiz gibt es verschiedene Beutensysteme, Bienenhäuser und mobile Bienenkästen für das Wanderimkern.
Unsere Imkerei hat sich für Dadant mit 10 oder 6 Waben und MiniPlus-Beuten entschieden. Im Herbst reduzieren wir die Völker rund um die Hälfte. Im Frühling wird der Bestand der Bienenvölker wieder verdoppelt.
Mitarbeiterinnen
Bienen sind wahre Organisationstalente und leisten einen wichtigen Beitrag zu unserem Ökosystem: Rund 80 % der Pflanzen weltweit werden durch Bienen bestäubt – und damit auch unsere Lebensmittel. Somit wurden die Bienen im Jahre 2019 zum wichtigsten Lebewesen der Erde erklärt.
In der Schweiz zählt die Biene zu den drei wichtigsten Nutztieren. Unsere Mitarbeiterinnen gehören zur sanftmütigen Rasse Carnica (Apis mellifera carnica), die ursprünglich aus Slowenien und Österreich stammt. Im Sommer kann ein Bienenvolk bis zu 80’000 Arbeiterinnen zählen, im Winter etwa 15’000. Eine Sommerbiene lebt rund einen Monat, während Winterbienen bis zu sechs Monate leben. Die Königin kann etwa vier Jahre alt werden.
Bienen sind kleine Tiere mit einer riesigen Bedeutung für den Menschen, die Tiere und für die Natur! 🐝
Bienenstand Brienzersee
Unser Bienen Hauptstandort
Er liegt am sonnigen Südosthang am idyllischen Brienzersee, eingebettet in einer der beeindruckendsten Berglandschaften der Welt im östlichen teil des Berner Oberlands. Das milde Klima wird durch die Sonne und den Süd-Föhn begünstigt.
Die Umgebung bietet eine grosse Vielfalt an Blumen sowie Laub-, Obst- und Nadelbäumen. Trotz des enormen Tourismus befindet sich der Bienenstand in weitgehend unberührter Natur und ohne Monokulturen. Die umliegenden Bauernhöfe arbeiten biologisch.
Der nächste Bienenstand ist rund 3 km entfernt. Bis heute wurden an unserem Standort keine Krankheiten festgestellt.
Bienenstand Bienen - Königinnen
Seit Januar 2024 besitzt die Imkerei ein Standort für eigene Bienenköniginnen zum züchten, natürlich mit einer faszinierende und atemberaubenden Aussicht auf den See und die Berge.
Sie zu züchten ist eine sehr interessante Tätigkeit für den Imker. Ohne eine Bienenkönigin ist es für ein Bienenvolk unmöglich zu überleben. Daher ist es wichtig, immer einige gute Königinnen auf Lager zu halten.
Durch unser mildes Klima hier in dieser Region, spielen uns etliche Vorteile in die eigene Imkerei und kann voll ausgenutzt werden.
Bienenstand Axalp
Ein Wanderstandort in den Bergen. Er liegt nahe dem Hinderburgsee auf der Axalp bei Brienz auf rund 1500 m ü. M. und befindet sich in einem Berner kantonalen Naturschutzgebiet. Besetzt wird er während den Sommermonaten.
Die Bienen finden dort ein reichhaltiges Angebot an Alpenblumen, Bergahorn und verschiedenen Tannenarten. Am See stehen zudem Weidenbäume – ein idealer Wanderort für die Bienen.
In der Nähe befindet sich ausserdem die Carnica-Belegstelle im Bauwald/Giessbachtal.
Bienenstand Emmental
Unser ältester Bienenstand
Im schönen Emmental liegt einer unserer ältesten und wichtigsten Bienenstandorte.
Schon unsere Vorfahren hielten hier Bienen, um die Obstblüte zu bestäuben und den wertvollen Waldhonig aus den Weisstannen zu gewinnen.
Seit Generationen werden die Bienen von einer Generation an die nächste weitergegeben – eine Tradition, die wir mit Freude weiterführen.
Über mich
Ich bin ländlich in den Bergen und am See aufgewachsen – ein sehr grosses Privileg, durch das ich schon sehr früh eine enge Verbindung zur Natur entwickeln konnte. Beim Fischen auf dem See, Jagen oder beim Wildheuen und Wandern in den steilen Berghängen lernte ich viel über die Natur und ihre Zusammenhänge kennen.
Schon als Kind faszinierte mich die Tier- und Pflanzenwelt. Naturdokumentarfilme begeisterten mich, später erkundete ich selbst viele verschiedene Länder, vom Norden Europas bis zum Süden in Afrika.
Mehrere Dokumentarfilme über Bienen weckte schliesslich meine besondere Faszination für diese faszinierenden Tiere. Ein älterer und sehr erfahrener Imker liess mich über seine Schulter schauen und gab mir erste Einblicke in die Imkerei. Vor einigen Jahren entschloss ich mich deshalb, eine sinnvolle und naturverbundene Tätigkeit auszuüben, absolvierte die Ausbildung zum Imker in einem Bienenzuchtverein und bilde mich seither auch regelmässig weiter.
